Foto: 1 x zuGuttenberg.de

„Fuchs“ wird generalüberholt

19. August 2010

FuchsBERLIN. Das gepanzerte Bundeswehr-Fahrzeug „Fuchs“ wird modernisiert. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) läßt den „Fuchs“ für rund 39 Millionen Euro überholen. Es sollen eine zusätzliche Panzerung und moderne Aufklärungsmodule nachgerüstet werden. 22 Fahrzeuge werden zudem auf bestimmte Aufgabenfelder spezialisiert. Die Umstellung wird sich voraussichtlich bis 2012 hinziehen, da die Fahrzeuge im Einsatz sind.

Teurer Einsatz

19. August 2010

Geld arbeitetWASHINGTON. Das US-Repräsentantenhaus hat weitere Finanzmittel in Höhe von 59 Milliarden Dollar für den Afghanistan-Krieg bereitgestellt. Die Kosten für die Einsätze am Hindukusch und im Irak überschreiten damit die Billionengrenze. Die neuen Gelder seien laut US-Verteidigungsministerium dringend nötig gewesen, da innerhalb einer Woche die Mittel für den Afghanistan-Einsatz ausgegangen wären. Trotzdem stimmten mehr als 100 Abgeordnete der regierenden Demokraten gegen das Finanzpaket. Die neuen Milliarden werden hauptsächlich in die laufende Verstärkung der US-Truppen und Hilfsprogramme fließen.

Rollender Nachschub

19. August 2010

77dmz3Das Wehrmachttransportwesen im Zweiten Weltkrieg

Die deutschen Militärs hatten bereits frühzeitig die Bedeutung der Eisenbahn als strategischer Faktor erkannt. Bereits seit den Zeiten des Generalstabschefs Helmuth von Moltke wurde das militärische Transportwesen von einer eigenen Abteilung des Großen Generalstabes geführt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Minister im Reformfieber

19. August 2010

77dmz1Bundeswehr: Wehrpflicht soll weg

Ohne Scheuklappen“ müsse an die Reform der Bundeswehr herangegangen werden. Diesen Satz wiederholt Bundesverteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg (CSU) seit Wochen immer wieder. Der CSU-Baron redet nicht lange um den heißen Brei herum, wenn er über seine Ansichten zur Zukunft der Wehrpflicht in der Bundesrepublik Deutschland spricht. Diesen Beitrag weiterlesen »

Zäher Bursche

19. August 2010

77dmz2Das neue Radfahrzeug AMPV

Die sich dramatisch zuspitzende Gefährdungslage im Einsatzland Afghanistan macht eine weitere Nachrüstung und sogar Neuausstattung der deutschen ISAF-Kräfte zwingend notwendig. Neben einer dringend erforderlichen Neuorientierung in der Gesamtstrategie besteht bereits konkreter Handlungsbedarf bei der Anpassung des Fuhrparks an die Guerilla-Taktiken der Kämpfer im Großraum Kundus. Mit Beschaffung der hochgeschützten  Allzweckfahrzeuge „Dingo“, „Mungo“, „Fennek“ GFF 4 und des „Boxer“ wurde ein erster Schritt getan. Jetzt haben die beiden führenden deutschen Entwickler für Systeme des Heeres, Kraus-Maffei Wegmann und Rheinmetall Defence, ein weiteres Fahrzeug ins Gespräch gebracht. Diesen Beitrag weiterlesen »

95 deutsche Kriegsgräber geschändet

21. Juni 2010

SoldatenfriedhofAuf einem Soldatenfriedhof im Elsaß haben unbekannte Täter 95 deutsche Kriegsgräber geschändet. Wie eine Sprecherin in der Präfektur in Colmar mitteilte, wurden auf dem Friedhof im südelsässischen Guebville Kreuze zerbrochen und umgekippt. Die Tat sei von einer Frau entdeckt worden, die mit ihrem Hund spazieren ging. Auf einem Grab sei eine „beleidigende Inschrift“ gefunden worden, sagte die Sprecherin weiter. Auf ihm stand laut einem Photographen der Nachrichtenagentur AFP das Wort „Hurenrasse“. Der Präfekt des Departements Oberelsaß, Pierre-Andre Peyvel, will den Friedhof besuchen, er war während des Ersten Weltkrieges ein­gerichtet worden. ­Bestattet sind dort deutsche und französische Soldaten aus beiden Weltkriegen. Nach Auskunft des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ruhen 1.238 gefallene Deutsche auf dem Friedhof. Während des Ersten Weltkrieges gehörten das Elsaß und Ostlothringen noch zum Deutschen Kaiserreich. Somit kämpften auch Elsässer und Lothringer in deutscher Uniform. Nach der Niederlage Deutschlands kam die Grenzregion zu Frankreich.

Erste Patriot-Raketen in Polen

21. Juni 2010

Patriot-RaketenZum ersten Mal in der Geschichte Polens sind dort US-Raketen vom Typ Patriot angeliefert worden. Sie sollen auf dem polnischen Stützpunkt Morag (Mohrungen) in Ostpreußen unweit der russischen ­Exklave Kaliningrad (Königsberg) stationiert werden. Nach Ankunft der Boden-Luft-Raketen habe die US-Armee begonnen, 37 Eisenbahnwaggons zu entladen, teilte die US-Botschaft in Warschau mit. Demnach sollen 100 bis 150 normalerweise im deutschen Kaiserslautern stationierte US-Soldaten die Raketen warten und polnische Soldaten mit den Waffen vertraut machen. Die Kleinstadt Mohrungen ist nur 60 Kilometer von Königsberg entfernt. Polen hatte wiederholt betont, daß der Ort wegen seiner guten Infrastruktur als Standort für die US-Raketen ausgewählt worden sei – und nicht aus politischen oder strategischen Gründen. Die USA und Polen hatten im Dezember 2009 ein Abkommen über die Stationierung von Patriot-Raketen und US-Soldaten in dem osteuropäischen Land unterzeichnet. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama hatte zuvor den Verzicht auf ein von seinem Amtsvorgänger George W. Bush geplantes Raketenabwehrsystem in Polen und Tschechien erklärt. Dafür kündigte sie ein flexibleres System an, das sich auf die Abwehr iranischer Kurz- und Mittelstreckenraketen konzentrieren soll. Rußland hatte den ursprünglich geplanten Raketenschild wiederholt als Bedrohung für die eigene Sicherheit kritisiert und zwischenzeitlich mit der Stationierung von Iskander-Raketen in Königsberg gedroht.

Wächter auf dem Wasser

21. Juni 2010

dmz-76-1Das USV-Schnellboot „Protector“

Mit dem Anschlag auf den US-Zerstörer „Cole“ in der jemenitischen Hafenstadt Aden im Oktober 2000 wurde deutlich, daß auch modernste Kriegsschiffe – selbst wenn sie in einem „sicheren“ Hafen liegen – durch unkonventionelle Angriffsmethoden stark gefährdet sind. Obwohl zum Zeitpunkt des Anschlages für die Besatzung der „Cole“ die mittlere Alarmstufe BRAVO (bewaffnete Soldaten sichern dabei das Deck) ausgegeben war, konnte ein mit Sprengstoff beladenes und von zwei Terroristen gesteuertes ziviles Schlauchboot ungehindert an das Schiff heranfahren. Die Wucht der Detonation riß in Höhe des Maschinenraums ein neun mal zwölf Meter großes Loch in den Rumpf. Dabei wurden 19 Menschen getötet und 39 weitere verletzt. Der Schaden war so groß, daß die „Cole“ ihre Mission (Geleitschutz für den Flugzeugträger USS „George Washington“) abbrechen mußte und in die USA zurückgebracht wurde. Die Kosten für Überführung und Reparatur beliefen sich auf insgesamt 250 Millionen US-Dollar. Diesen Beitrag weiterlesen »

Leise Feindfahrt

21. Juni 2010

dmz-76-2Drei große „Elektro“-Boote liefen 1945 noch aus

Sie kamen zu spät, aber sie gehörten, ebenso wie die weltweit aufsehenerregenden V2-Raketen und die vielfach gepriesenen ersten Düsenjäger Me 262, zu den legendären deutschen Wunderwaffen: Die fortschrittlichen, für den totalen Unterwasserkrieg entwickelten U-Boote des Typs XXI, die ab April 1944 im Eiltaktverfahren in Großserien auf den Großwerften trotz permanenter angloamerikanischer Bombenbedrohung aufgelegt wurden und von denen ein Jahr später 118 Boote – ursprünglich sollten 38 davon monatlich an die Kriegsmarine abgeliefert werden – von der U-Bootwaffe indienstgestellt und zügig auf ihren Einsatz vorbereitet waren. Diesen Beitrag weiterlesen »

Militärische Leckerbissen

21. Juni 2010

dmz-76-3Deutsche Militärfahrzeuge in Holland

Geschichtliche Begebenheiten gewinnen einen eigentümlichen Reiz, wenn wir die Örtlichkeit kennen, wo sie stattgefunden haben“, soll der preußische Generalfeldmarschall Helmut von Moltke einmal gesagt haben. Wer diese Erfahrung sammeln möchte, für den lohnt sich der Weg in das nur wenige Kilometer westlich der deutsch-niederländischen Grenze gelegene Overloon. Hier befindet sich das „Nationale Kriegs- und Widerstandsmuseum“ der Niederlande. Es hat eine bemerkenswerte Geschichte. Im Mai des Jahres 1946 hatte ein Gründungskomitee aus dem Dorf Overloon mit dem Aufbau der Ausstellung begonnen. Erklärte Absicht war es, damit an die heftige Schlacht zu erinnern, die in der Zeit vom 24. September bis zum 16. 0ktober 1944 in dem Gebiet zwischen Overloon und Venray zwischen alliierten und deutschen Truppen stattgefunden hat. Sie war unmittelbare Folge der Bildung des sogenannten „Holland-Korridors“ Eindhoven-Nimwegen durch die 2. britische Armee am 17. September 1944 (Operation „Market Garden“). Die hohen Erwartungen der Alliierten erfüllten sich jedoch nicht. Den deutschen Truppen gelang es, die Abwehrfront zwischen Nimwegen und Venlo zu stabilisieren. „Market Garden“, die Luftlandeoperation amerikanischer, britischer und polnischer Verbände bei Arnheim und Nimwegen, scheiterte. Die deutsche Verteidigung entlang der Reichsgrenze hielt stand. Diesen Beitrag weiterlesen »