Massaker an Deutschen Vom Zweiten Weltkrieg bis heute
 

 

 

 

Haushaltsprobleme - oder


Der Versuch einer Deutung in der Verteidigungspolitik

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Man schrieb das Jahr 131 n.Chr. Der römische Kaiser Hadrian durchschritt auf dem Weg zu seiner täglichen Morgenaudienz würdevoll das Spalier der präsentierenden Praetorianergarde und stieg gemessenen Schrittes die Stufen zum Thron empor.
Im Jahre 3 seiner Regierung hatte er sich angewöhnt, das politische Tagesgeschäft mit einigem Abstand zu betrachten.
Manche Probleme lösten sich von selbst, wenn man sie nur lange genug liegenließ (ein als Spötter bekannter Sänger hatte kürzlich verkündet, während Hadrians Vorgänger auf dem Thron die Probleme durch "Aussitzen" löste, - was diesem bei seiner Körperfülle auch meistens gelang - habe sich Hadrian eine andere Technik zugelegt: er löse seine

Probleme, indem er sie einfach ignoriere).
Aber solche Spottverse fochten Hadrian nicht an. Über die Grenzen des Römischen Reiches hinaus - besonders in den benachbarten Königreichen - wurde er als Staatsmann geschätzt und bei seinen Auslandsreisen mit allen Ehren empfangen, die einem römischen Kaiser mit gottähnlichen Eigenschaften zukamen. Was scherten ihn da ein paar Barden, die im Zirkus ihre Gesänge vortrugen! Wenn sie ihm wirklich lästig wurden, konnte er sie immer noch den Löwen vorwerfen lassen.

Am heutigen Tage nun hatte sich der Senator Scarpingius, im Imperium zuständig und verantwortlich für das Heer, zur Audienz angemeldet. Kaum ließ Hadrian ihn rufen, als er auch schon hereinstürmte und vor Erregung beinahe den seinem Gottkaiser zustehenden Kniefall vergaß.
Sein Problem war schnell vorgetragen: das einst so stolze und allseits respektierte, römische Heer befand sich in einem beklagenswerten Zustand - es fehlte am Nötigsten.
Um nur einige Beispiele zu nennen: die für die Versorgung der Truppe unentbehrlichen Ochsenkarren standen mehr als 30 Jahre im Dienst und waren damit häufig älter als ihre Kutscher. Ersatzteilbeschaffung erfolgte seit langem durch Ausschlachten der ältesten Exemplare, - im Rest hauste der Holzwurm. Die Zugtiere waren so klapprig, daß man sie kaum noch guten Gewissens wie üblich der Truppenverpflegung zuführen konnte, - abgesehen davon, daß man sie nicht ersetzen konnte.
Die für funktionierende Kurierverbindungen in die entferntesten Winkel des Reiches erforderlichen dressierten Adler waren flügellahm und nicht mehr ihre Futterkosten wert. Für ihren Ersatz durch eine neue Rasse aus Gallien fehlte das Geld, ebenso für die Beschaffung neuer, leichterer Wurfspieße. Das derzeit im Heer eingeführte Modell war mehr als Jahrzehnte im Dienst - selbst die Barbaren im fernen Afrika verfügten inzwischen über bessere Waffen, wie von Auslandseinsätzen heimkehrende Legionäre glaubhaft versicherten.
Die Seile der Wurfmaschinen waren alt und verrottet, sie hielten nicht einmal mehr der geringen Belastung stand, auf die man in der Ausbildung zur Schonung des Materials zurückgegangen war. Die Fahrgestelle dieser Kriegsmaschinen waren in einem ähnlich beklagenswerten Zustand wie die der bereits erwähnten Ochsenkarren.
Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn diese Truppe wirklich einmal eine ernste Auseinandersetzung mit einem gut gerüsteten Gegner bestehen müßte ...


MILES SATIRICUS - Zeichnungen: Rudolf Höfler (1), Archiv w.d. (1). - Anmerkungen für Nicht-Humanisten: * Pescator, lat.: Fischer
** Saxonia Interior, lat:. Niedersachsen "Similitudines inter homines viventes fortuiter sed in animo sunt".
(Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind zufällig, aber beabsichtigt).


Die Befreiung des Konzentrationslagers Dachau am 29. April 1945:

Vertuschungsversuche mißlangen
Am 29. April 1945 gegen 11.00 Uhr erreichten die ersten Fahrzeuge des 1. Bataillons des 157. Regiments der 45. US-Infanteriedivision "Thunderbird" das Konzentrationslager Dachau. Als die Soldaten vor der Mauer beim Jourhaus die Fahrzeuge verließen, bekamen sie Feuer von einem Wachturm auf der linken Seite, obwohl auf diesem die weiße Fahne gehißt war. Ein Panzer brachte mit ein paar Geschossen den Schützen zum Schweigen. Der belgische KZ-Insasse Albert Guerisse berichtete über die folgenden Ereignisse: Als er merkte, daß die Amerikaner die Situation beherrschten, näherte er sich einem amerikanischen Major, der aus seinem Panzer gestiegen war. Gleichzeitig mit ihm erschien der SS-Obersturmführer Heinrich Skodzensky, der am Tag zuvor mit einer Kompanie aus Rekonvaleszenten der Waffen-SS die Bewachung des KZ übernommen hatte, und meldete dem amerikanischen Major mit Hitlergruß und zusammengeschlagenen Hacken: "Ich übergebe Ihnen hiermit das Konzentrationslager Dachau mit 30.000 Insassen, 2.340 Kranken, 27.000 in den Außenstellen und 560 Wachsoldaten". Der amerikanische Major spuckte dem deutschen Offizier ins Gesicht, schrie ihn an: "Du Schweinehund!" und befahl ihm, sich in einen der Jeeps zu setzen, der sofort wegfuhr. Kurz darauf hörte man Schüsse, die von dem Amerikaner mit den Worten kommentiert wurden: "Der Bastard ist tot".

Ein anderer Häftling, der türkische Zeitungskorrespondent Nerin E. Gun, schrieb über den Einmarsch der Amerikaner in Dachau in seinem Buch "The Day of the Americans" folgendes: Eine Abteilung amerikanischer Soldaten unter dem Kommando eines Majors erschien direkt vor dem Lagereingang am Jourhaus. Sie hatte einen Umweg über den Platz gemacht, auf dem normalerweise die Deportierten mit dem Zug ankamen. Dort fanden sie etwa 50 Viehwaggons auf den Gleisen, in denen Berge von Leichen lagen. Der Transport war ein paar Tage vorher aus dem KZ Birkenau gekommen. Bei den Toten handelte es sich um 2.310 ungarische und polnische Juden. Ihre Reise nach Dachau hatte mehr als einen Monat gedauert. Die meisten waren verhungert, verdurstet oder erstickt, als sie den Zielort erreichten. Die Deutschen hatten die Toten in den Waggons liegen gelassen. Der Anblick der vielen Leichen erfüllte die Amerikaner mit Wut und Haß. Sie schworen, das Geschehnis zu rächen. Ein Korporal soll gesagt haben: "Nun weiß ich auch, wofür wir kämpfen. Wir können mit diesen Menschen nicht in der gleichen Welt leben. Sie sind bloße Tiere. Sie müssen ausgerottet werden". Dann fuhren die Soldaten um das Lager herum zum Tor. Im Lager fanden sie neben einem Gebäude, das als Krematorium identifiziert wurde, weitere Leichen, Berge von Leichen. Als einige SS-Männer von den Wachtürmen herabstiegen, verloren die Amerikaner jede Beherrschung. Alle wurden umgelegt, obwohl sie die Waffen abgelegt und die Arme erhoben hatten. Dann begann die Jagd nach anderen Deutschen. Nach einer Viertelstunde, schreibt Nerin E. Gun, gab es keinen dieser Hitlerschen Henker, der noch lebte. Zu den Toten gehörten auch die Insassen des Lazaretts, die von den Soldaten der 1. Kompanie aus den Krankenzimmern gejagt worden waren. Viele von ihnen gingen auf Krücken zur Hinrichtung. Nur der Lazarettarzt und die Sanitäter blieben übrig.
Das größte Massaker fand gegen 14.45 Uhr an der Mauer beim Lazarett statt. Etwa 350 deutsche Gefangene, die man zusammengetrieben hatte, wurden dort mit dem Maschinengewehr niedergemäht. Einige Häftlinge, denen man Waffen ausgehändigt hatte, erschossen diejenigen, die nicht gleich tot waren, mit der Pistole. Den Erschießungsbefehl hatte der Leutnant Jack Bushyhead in Abwesenheit höherer Offiziere erteilt. Weitere Angehörige des Bewachungspersonals wurden von den Häftlingen, die die Absperrungen durchbrochen hatten, entweder zu Tode geknüppelt oder mit dem Spaten erschlagen, ohne daß die US-Soldaten einschritten. Insgesamt wurden 520 deutsche Soldaten völkerrechtswidrig nach der Gefangennahme umgebracht. Die meisten waren nur einen einzigen Tag als KZ-Bewacher tätig gewesen, nachdem sich das Stammpersonal abgesetzt hatte.
Die Vorgänge an der Mauer wurden fotografiert und gefilmt. Der amerikanische Oberstarzt Dr. med. Howard A. Buechner, der zufällig dazustieß, wurde Zeuge, wie Häftlinge mit .45-Kaliber-Pistolen Schüsse in die Köpfe der noch lebenden Opfer an der Mauer jagten. Einige wenige wurden gerettet, weil ein deutscher Militärarzt und ein paar Sanitäter die Angeschossenen, die von den Häftlingen noch nicht umgebracht worden waren, auf Bahren legten und abtransportierten. Dr. Buechner stellte Lt. Bushyhead zur Rede. Dieser verwies auf die Leichen am Krematorium: "Doktor, haben Sie das gesehen?"
Als am Nachmittag des 29. Aprils 1945 hochrangige amerikanische Offiziere das KZ Dachau inspizierten und die vielen toten deutschen Soldaten an der Mauer liegen sahen, schlugen einige von ihnen vor, die Leichen im Gelände zu verstreuen, als ob sie auf der Flucht erschossen worden wären. Aber dazu war es zu spät, weil zu viele Fotos von der Erschießung gemacht worden waren und die Zahl der Täter und Zeugen zu groß war.

Prof. Dr. FRANZ W. SEIDLER
Abbildungen: Archiv des Autors
Der Autor ist emeritierter Professor und lehrte zuletzt an der Universität der Bundeswehr München.

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Das Interview:
Viktor Suworow fühlt sich der Wahrheit verpflichtet
DMZ:
Man nennt Sie den "Vater der Präventivschlag-These". Eine mehr als erstaunliche Bezeichnung ausgerechnet für einen sowjetischen Staatsbürger, ein Mitglied des ZK der KPdSU und Absolvent der Diplomatischen Militärakademie. Schon damals - lange bevor Sie in Großbritannien 1978 um politisches Asyl baten - sammelten Sie in den Archiven Ihres Heimatlandes Material, um diese These belegen zu können. Was veranlaßte Sie zu Ihrer Forschungsarbeit, deren Ergebnisse international anerkannt und auch in Ihrem neuesten Werk "Stalins verhinderter Erstschlag" (Buchbesprechung in DMZ Nr. 25) noch umfassender ausgeführt werden?
Suworow:
Geboren bin ich in der Familie eines Frontoffiziers. Er ging am 23. Juni 1941 in den Krieg und machte ihn bei der Panzerartillerie mit bis zum Ende. Mit elf Jahren legte ich selbst die Schulterstük- ke einer Kriegsschule an und verband von Kindheit an mein Schicksal mit der Sowjetarmee. Ich war von dem Wunsch beseelt, mein Land gegen hinterhältige Aggressoren zu verteidigen und wünschte mir sehr, daß sich die Niederlage von 1941 nicht wiederholen würde. Zu diesem Zweck mußte ich wissen, was eigentlich am 22. Juni 1941 geschehen war. Man hatte mir erzählt, daß Stalin, Molotow, Shukow, Konjew und Rokossowski 1941 eine Menge dümmster Fehler gemacht hätten: sie hätten die Flugplätze direkt an die Grenze gelegt; sie hätten auf den Grenzflugplätzen eine riesige Anzahl von Flugzeugen konzentriert und sie hätten gigantische Vorräte an strategischen Materialien an die Grenzen geschafft. Allein in Weißrußland warfen sie 25.000 Waggons mit Granaten an die Grenze. Viele unserer Stäbe, Kommandopunkte, Nachrichtenzentralen und Hospitäler befanden sich direkt an der Grenze und waren dem ersten plötzlichen Angriffsschlag ausgesetzt. Man brachte mir bei, über die Dummheit Stalins und seiner Marschälle zu lachen.
Ich habe zwei Militärschulen und eine Militärakademie erfolgreich absolviert; überall hat man mir beigebracht, wie man angreifen muß, aber nicht, wie man sich zu verteidigen hat. Und man hat mir erzählt, daß die Stäbe, die Kommandopunkte, die Nachrichtenzentralen, die Flugplätze und die strategischen Vorräte vor dem Angriff direkt an die Grenze verlegt werden müßten. Man brachte mir bei, die Fehler von 1941 zu wiederholen! Plötzlich begriff ich: alles was Stalin und seine großartigen Marschälle 1941getan hatten, das waren keine Fehler gewesen. Es war vielmehr die Vorbereitung zur Durchführung der größten Angriffsoperation in der Geschichte der Menschheit. Da begann ich zu forschen.
DMZ:
Der überwiegende Teil deutscher Historiker betont regelmäßig die Singularität des Nationalsozialismus und spricht in diesem Zusammenhang von einem "Vernichtungskrieg" der Wehrmacht im Osten, so unter anderem auch die bis heute pauschalierende und mehr als tendenziöse Wehrmachtausstellung. Können Vorwürfe dieser Art Ihrer Meinung nach überhaupt aufrecht erhalten werden, wenn man z.B. Stalins Überfall auf Finnland, die Annexion des Baltikums, die Ermordung von rund 15.000 polnischen Offizieren bei Katyn sowie das z.T. barbarische Verhalten der Roten Armee gegenüber der deutschen Zivilbevölkerung - hier sei an die Aufrufe Ilja Ehrenburgs erinnert - in die Debatte mit einbezieht? Und wenn nein, warum tut man es trotzdem?
Suworow:
Stalin war ebenso ein Verbrecher wie Hitler. Zählt man die Millionen vernichteter Menschen, so hat Stalin sogar mehr umgebracht als Hitler. Die KZ-Lager in der Sowjetunion existierten lange bevor Hitler an die Macht kam. Der Zweite Weltkrieg war ein Krieg, in dem es darum ging, welche KZ-Lager es in Europa geben würde - unter der roten Flagge Hitlers oder unter der roten Flagge Stalins. Man sagt uns, Hitler hat halb Europa erobert, das sei eine Aggression. Stalin hat halb Europa erobert - das ist eine Befreiung! Man erzählt uns, daß die Hitler-KZ Barbarei seien, die Stalins aber seien ein Fortschritt. Ich habe Leute getroffen, die von Verbrechen der Hitler-Armee erzählten, aber nichts von den Verbrechen der Stalin-Armee. Und diese Leute nennen sich Historiker! Nach meiner Auffassung sind sie keine Historiker, sondern Rassisten.
Zur Zeit schreibe ich ein Buch über Marschall Shukow. Das Buch heißt "Der Schatten des Sieges". Es ist ein
Buch über die Verbrechen der Roten Armee und Marschall Shukows, der ein Sadist war, ein Dieb und Marodeur.
DMZ:
Manche Historiker behaupten, Stalin sei entschlossen gewesen, den deutsch- sowjetischen Nichtangriffspakt minutiös zu erfüllen bzw. unterstellen ihm zum Teil gar die Absicht, er habe dem Dreimächtepakt beitreten wollen. Als Beweis werden die unter anderem noch bis zum Tage des Kriegsausbruchs erfolgten Rohstofflieferungen an Deutschland gewertet. Inwieweit halten Sie eine solche Beweisführung für realistisch?
Suworow:
In Deutschland gibt es nicht sehr viele Arten strategischer Rohstoffe. Ohne diese kann man unmöglich Krieg führen. Der Schlüssel zum Krieg befand sich in den Händen Stalins. Stalin hätte Hitler sagen sollen: "Greif Polen, Frankreich, Belgien, Holland, Griechenland, Norwegen, Jugoslawien an, aber von mir bekommst du kein Öl, kein Getreide, kein Nickel". Unter dieser Voraussetzung hätte der Zweite Weltkrieg einfach nicht ausbrechen können.
Am Vorabend des Zweiten Weltkrieges fürchteten die deutschen Generäle, daß sich die Situation der Jahre von 1914/18 wiederholen werde, als nämlich über Deutschland die Blockade verhängt war. Hitler aber beruhigte seine Generäle im August 1939: wir haben keinen Grund, eine Blockade zu fürchten; alles, was wir für den Krieg brauchen, wird Stalin uns geben.
Die Zerschlagung Frankreichs war nur dank der Tatsache möglich, daß Öl aus der Sowjetunion nach Deutschland floß. Die Lieferung strategischen Rohstoffs aus der UdSSR nach Deutschland beweist somit eindeutig Stalins aggressive Pläne. Stalin war bestrebt, mit Hitlers Händen ganz Europa zu zerschlagen, dann aber mit einem plötzlichen Schlag Deutschland zu vernichten, wenn Hitler den Krieg gegen Britannien beginnen würde.

DMZ:
Der israelische Historiker Gabriel Gorodetsky widerspricht in seinem 1999 erschienenen Buch "Die große Täuschung" jeglicher Präventivkriegsthese. Er billigt vielmehr Stalin zu, sich von Hitler bedroht gefühlt und selbst nach einer europäischen Friedensordnung gestrebt zu haben. Wie kommentieren Sie derartige, von der Weltpresse gefeierten Werke angesichts der klaren Unterlegenheit des deutschen Militär- und Kräftepotentials in den Jahren 1938-1941 sowie unter Berücksichtigung der Aufforderung Stalins vom 5. Mai 1941 "von der Verteidigung zum Angriff überzugehen"?
Suworow:
Gorodetsky hat zwar auch ein Buch geschrieben, aber nicht ein einziges meiner Argumente widerlegt, er hat es nicht einmal versucht. Der Titel seines Buches entspricht nicht dem Inhalt. Meine Konzeption erwähnt er fast gar nicht, und er behandelt außerdem ein völlig abstraktes Thema. Ich habe oft versucht, mich mit ihm vor der Fernsehkamera zu treffen - Millionen Zuschauer sollten unser Streitgespräch sehen. Aber Gorodetsky drückt sich vor diesem Gespräch, weil er mir nichts entgegenzusetzen hat.
DMZ:
Nun zur heutigen Rolle Rußlands, die Beziehung zu Deutschland und seiner wirtschaftlichen und militärischen Stellung in der Welt: Rußland als Atom- und potentielle Großmacht benötigt zur Zeit immense Wirtschaftshilfen und verläßliche, stabile Handelspartner. Gibt es Ihrer Meinung nach Chancen für eine durchaus traditionelle strategische Partnerschaft zwischen Deutschland und Rußland?
Suworow:
Solche Chancen gibt es. Gegenwärtig sind sie weitaus größer, als irgendwann in der Vergangenheit. Doch die Partnerschaft muß für beide Seiten von Vorteil sein.
DMZ:
Ein spezielles Problem wird für Rußland zukünftig - vor allem nach einem EU-Beitritt Polens und evtl. Litauens - die Enklave Nord-Ostpreußen sein. Wie wird sich Rußland gegenüber diesem weitgehend von Militärangehörigen und einigen Rußlanddeutschen bewohnten Gebiet verhalten? Wäre hier ein deutsches Engagement aus Ihrer Sicht wünschenswert?

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